Ein Traum
Premiere: 2025 Ringlokschuppen Ruhr
Transgressing Bodies #1
Hier geht es nicht um Monster. Oder doch? Eine Einladung, jenen flüchtigen Gestalten zu begegnen, die mal leise, mal lautstark in uns auftauchen, wenn Nähe an ihre Grenzen stößt. Wenn wir nicht wissen, ob wir fallen oder fliegen. Wenn Vertrauen herausfordernd ist.
Beasts & Bodies widmet sich dem, was wir alleine nicht tragen können. Zwischen der Angst vor Kontrollverlust und der Sehnsucht nach dem Unbekannten entfalten sich neue Orte im Dazwischen. Mit dem Ritt durch vertraute und entrückte Räume, verorten sich Körper neu, schichten sich um und heben ab. Ein Stück, das der Schwerkraft trotzt - in einer Atmosphäre aus Neonzirkus und Jahrmarkt-Glitch.
Wie sieht ein Körper aus, der nicht alleine denkt? Wie klingt eine Bewegung, die noch nicht weiß, welche Richtung sie nehmen wird? Was wäre, wenn Vertrauen kein Versprechen von Sicherheit ist, sondern der beherzte Schritt ins Miteinander? Welche bestialischen Superkräfte und süßen Monster wollen wir dann an unserer Seite haben?
Mit ihrer unverwechselbaren Handschrift zwischen zeitgenössischem Tanz und Akrobatik entwirft Overhead Project eine eindrucksvolle Performance über Nähe, Risiko und das, was entstehen kann, wenn wir uns einander zumuten.
Bestien sind seit jeher Teil unserer Vorstellungskraft. Sie durchziehen Mythen, Erzählungen und prägen die Pop- und Unterhaltungskultur – in unzähligen Gestalten. Doch erst in unserer Fantasie entfalten sie ihre wahre Größe. Sie verkörpern das Unkontrollierbare – jenes Ungezähmte, das uns zugleich erschreckt und fasziniert. Wir fürchten sie und fühlen uns doch unwiderstehlich zu ihnen hingezogen. In ihrem Äußeren spiegelt sich unser Innerstes: Ängste und tiefe Sehnsüchte. Sie stehen für das, was wir zu beherrschen glauben – Triebhaftigkeit, Impulsivität, rohe Kraft – und das wir uns doch insgeheim ersehnen.
Das Bestialische überschreitet Grenzen – zeitlich, kulturell und körperlich. Es ist widerspenstig und entzieht sich festen Kategorien. Das Biest ist weder Tier noch Mensch noch Maschine – womöglich sogar körperlos. Seit jeher üben Bestien eine ungebrochene Faszination auf uns aus – vielleicht, weil wir nie ganz wissen, wo sie enden und wir beginnen.
Beasts & Bodies ist der erste Teil der Reihe „Transgressing bodies“ in welcher sich die Kompanie Overhead Project über mehrere Jahre mit Grenzgängen beschäftigt.
Künstlerische Leitung, Choreografie: Tim Behren
Performance: Leon Börgens, Francesco Germini, Mijin Kim, Maiol Pruna Soler
Kreation: Leon Börgens, Francesco Germini, Mijin Kim, Greta Salgado, Maiol Pruna Soler
Dramaturgie: Anna Menzel
Musikalische Komposition: Simon Bauer
Kostümdesign, Objektinstallation: Fa-hsuan Chen
Lichtdesign: Simon Krahl
Outside Eye: Breno Caetano
Technische Leitung: Garlef Keßler, Philipp Zander
Produktionsleitung: Lisa Lehnen, Lukas Zimmermann
Öffentlichkeitsarbeit, Management: Mechtild Tellmann
Internationale Netzwerke: Valentina Barone
Finanzverwaltung: Aileen Berndt, Lena Peters
Gefördert durch:
Koproduziert vom Ringlokschuppen Ruhr und Tanzfaktur Köln.
Die der Projektkonzeption vorausgehende Recherche wird ermöglicht durch ein Recherchestipendium der Kunststiftung NRW.